Als gäbe es nichts Wichtigeres. Die Hagener SPD und ihre „Blitzer Schilder“ Idee.

Die Hagener SPD will hinter jedem Ortseingangsschild ein weiteres Schild mit der Aufschrift "Sie flitzen, wir blitzen" aufstellen. Jedes einzelne Schild zum Preis von 350 Euro pro Standplatz und das bei 100 Ortseingangsschildern in Hagen.

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Die Hagener SPD möchte einen weiteren Schilderwald in Hagen enstehen lassen. Der schier unglaubliche Vorschlag, man will, wie man es wohl  in Wuppertal gesehen hat, auch hier hinter jedem Ortseingangsschild ein weiteres Schild mit der Aufschrift „Sie flitzen, wir blitzen“ aufstellen.

Jedes einzelne Schild zum Preis von 350 Euro pro Standplatz und das bei 100 Ortseingangsschildern in Hagen = 35.000 Euro aus Steuergeldern.

Die Verwaltung sagt übrigens dazu: „Die gewünschte Beschilderung entspricht nicht der StVO und kann daher nicht installiert werden.“

Wollen wir hoffen, dass das Thema damit jetzt vom Tisch ist.

Denn was bitte soll diese Steuergeldverschwendung den Bürgerinnen und Bürgern bringen?

Die Raser ignorieren ja sogar jedes 30 Schild wie ich unlängst zusammen mit Mark Krippner am Lahmen Hasen feststellen durfte. Was wir jetzt brauchen sind mit Sicherheit keine Blitzerschilder, was wir brauchen sind mehr mobile Radarkontrollen mit Lasermeßgeräten.

Selbst die mehrfachen Hinweisschilder vor der stationäre Radaranlage auf der A 45 zeigen kaum Wirkung, sonst würde Hagen nicht so gut daran verdienen, dass einige Zeitgenossen eben nicht vorschriftsmäßig fahren können oder wollen.

Oder nehmen Sie die Raserunfälle im Hagener Stadtgebiet.  Letztes trauriges Beispiel am Freitag, den 23.06.2017 in Haspe, wo ein illegales Rennen zwischen zwei Audis einer Familie mit einem Kleinkind fast das Leben gekostet hätte.  Nicht einer wäre durch so ein Schild verhindert worden.

Siehe auch den Antrag der SPD Hohenlimburg hier

Das hingegen ist mal ein guter Vorschlag, der aber mal wieder nicht von allen unterstützt wird.

Da lobe ich mir dann doch den Vorschlag von Michael Gronwald von Hagen Aktiv, der den Tücking mit einem speziellem Schild vor LKW über 3,5 Tonnen schützen will, die sich dort regelmäßig festfahren und dann aufwendig geborgen werden müssen.

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Wir in Hohenlimburg und Berchum wissen ja seit der Vollsperrung der Verbandsstrasse, im Rahmen des Abrisses der alten Lennetalbrücke, dass die Sperrschilder gar nicht groß genug sein können und am besten auch noch in allen Fremdsprachen bedruckt sein sollten.

Das sind die Schilder, die wirklich etwas bewirken. Das sollte man überparteilich unterstützen.

Einen schönen Tag wünscht Ihnen Dirk-J. Scharff

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