Abstand zur Wohnbebauung ausreichend dimensionieren

Mark Krippner
Bild: SPD Hohenlimburg

Hohenlimburg. „Der Mensch und die Natur haben Vorrang.“ Das betonen Mark Krippner, Ramona Timm-Bergs und Peter Arnusch unisono für die heimische SPD. So steht es nämlich aktuell auf einem farbigen Flyer, den die Bewohner des Nahmertales und der Wesselbach am Sonntag in ihren Briefkästen vorfanden. Flächendeckend wurde dort in einer Auflage von 3000 Exemplaren die farbige Infopost verteilt.

Wollen Position deutlich machen
„Auf den Höhen rund um Hohenlimburg könnten bald riesige Windkraftanlagen gebaut werden. Deshalb sind die Anwohner sehr besorgt“, schreiben die Sozialdemokraten. Und diese Befürchtungen bezieht Ratsfrau Ramona Timm-Bergs nicht nur auf die Bürger der Wesselbach und der Obernahmer, die von drei Seiten von Windenergieanlagen eingekesselt werden soll, sondern auch auf die Bürger von Oege, die in persönlichen Gesprächen gleich mehrfach ihre Bedenken zum Ausdruck gebracht haben.

Und diese Sorgen wollen die Sozialdemokraten deshalb in ihre zukünftige kommunalpolitische (Rats-)Arbeit einfließen lassen.. „Wir nehmen diese Befürchtungen sehr ernst. Wir wollen deshalb mit dieser Klarstellung unsere Position deutlich machen“, versicherte Ramona Timm-Bergs gestern im Gespräch mit dieser Zeitung.

„Die SPD wird der Errichtung von Windkraftanlagen nur dann zustimmen, wenn die Anwohner und die Natur durch den Betrieb nicht beeinträchtigt werden. Die Abstandsflächen zur Wohnbebauung müssen ausreichend dimensioniert sein, seltene Vogelarten dürfen nicht gefährdet werden.“

Diese Aussagen beziehen Mark Krippner und Ramona Timm-Bergs nicht nur auf die Mitglieder der Bezirksvertretung Hohenlimburg, sondern auf die gesamte Hagener Ratsfraktion. „Das ist so abgestimmt“, versichert Krippner.

Und Ramona Timm-Berg ergänzt: „Wir wollen mit diesem Flyer auch deutlich machen, dass wir nicht abgetaucht sind, sondern eine klare Meinung haben.“ Weil die Sozialdemokraten nicht an der Informationsveranstaltung der Enervie zu möglichen Windenergiezonen am 12. Juni teilgenommen hatten, hatte es zunächst nämlich Kritik aus der Bevölkerung gegeben.

Am Anfang der Diskussion
Drei Tage nach diesem nicht wahrgenommenen Termin hatte Ramona Timm-Bergs jedoch deutlich gemacht, dass sich die Sozialdemokraten vorab bereits in einem Informationsgespräch mit möglichen Investoren sachkundig gemacht und aufgrund von Terminkollisionen nicht an der Info-Tour hatten teilnehmen können.

Abschließend betonte Mark Krippner gestern: „Wir stehen noch am Anfang der Diskussion.“